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NPD legt Widerspruch ein

Wie zu erwarten war, hat die NPD Widerspruch gegen das Verbot des „Heimattages“ eingelegt. Die Begründung, mit der Landrat Dr. Werner Henning das Verbot erwirken will, liegt uns bisher nicht vor. Es soll sich jedoch um ein 8 Seiten langes Dokument handeln, in dem er den Begriff „Heimat“ für sich und die braven, katholischen Eichsfelder_innen beansprucht. Da aber Heise und co. bereits auf die „Wünsche“ von Henning eingegangen sind, und den „Eichsfelder Heimattag“ zum „Eichsfeldtag“ umbenannt hat, sind wohl die 8 Seite bei Heise angekommen, haben dort jedoch nichts Effektives bewirkt. Weiterhin, so unsere Information, wird das Verbot über den Charakter der geplanten Verantsaltung begründet . (wie bereits beschrieben)
Egal, ob Verbot oder nicht – wir fahren am Samstag alle nach Leinefelde, denn das Nazi-Problem hier beschränkt sich schließlich nicht auf ein Konzert, sondern ist dies lediglich der Höhepunkt einer seit Jahren ignorierten Entwicklung. Außerdem mobilisieren die Nazis ihrerseits auf der Seite des Heimattages weiterhin mit den Worten „Also laßt Euch nicht verrückt machen, plant weiter wie gewohnt, selbst wenn die Tage ein Verbot eingehen sollte, setzen wir alles dran, das wir uns am 5.5. in Leinefelde sehen.“

Was kommt als nächstes?
Laut OTZ soll die NPD neben den Sportplatz Leinefelde eine weitere Veranstaltung am 5.Mai für den Bahnhof Heiligenstadt angemeldet haben. Somit wird klar, dass sich die Nazis bereits jetzt um Ausweichmöglichkeiten für den Eichsfeldtag kümmern.

Landarat setzt weiterhin auf Andacht
In der TLZ Online-Ausgabe vom 30.04.2012 bittet Landrat Dr. Werner Henning, das Wort „ignorieren“ im Umgang mit Nazis nicht falsch zu Verstehen: „Ignorieren könne auch eine aktive Form sein, mit der man sich gegen rechtes Gedankengut auflehnen kann […]“. Die Andacht sei eben so eine Form des Protestes wie eine Demonstration. Ignoranz wurde unserer Meinung nach in Eichsfeld lange genug betrieben! Klare Zeichen gegen Nazis!